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Welche Risiken und Gefahren gibt beim Online Banking?
Online Banking

Hunderttausende - Kreditkarten werden derzeit in Deutschland eingezogen. Schuld daran ist ein Sicherheitsloch in Spanien, durch das bei einem Finanzdienstleister vor Ort die Daten deutscher Urlauber verschwanden. Über Abzocke am Geldautomaten und neuen Online Banking-Betrugsmethoden sorgt diese Nachricht erneut für Unruhe bei den gebeutelten Bankkunden..

Neue Richtlinien der Banken:

Jetzt ändern sich auch noch die Geschäftsbedingungen der Banken. Seit Ende vergangenen Jahres gelten neue Vorschriften zum Zahlungsrecht, damit sich Geld europaweit bald genauso schnell und sicher überweisen lässt wie im Inland. Deshalb wird von den privaten Banken jetzt auch die in ganz Europa abwickelbare SEPA-Lastschrift angeboten, die Sparkassen ziehen zum 1.11.2010 nach. SEPA (Single Euro Payments Area) steht für einen einheitlichen Zahlungsverkehrsraum, mit dem Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen innerhalb der EU vereinheitlicht und beschleunigt werden sollen. Ab jetzt gilt bei elektronischen Überweisungen ins europäische Ausland eine Ausführungszeit von maximal drei Geschäftstagen. Ah 2012 soll sogar ein Tag reichen.
Die Beschleunigung hat aber den Nachteil, dass für einen Widerruf kaum Zeit bleibt. Wenn Sie also einen Fehler in Ihrem Auftrag entdecken, sollten Sie schnell Ihre Bank kontaktieren. Befindet sich das Geld noch bei ihr, ist eine Rückbuchung möglich. »Ist der Betrag schon abgebucht, haben Sie immer noch zivilrechtlichen Anspruch gegen den Empfänger, dem dieses Geld ja nicht gehört«, erklärt Kerstin Altendorf vom Bundesverband deutscher Banken. »In den meisten Fällen existiert das Zielkonto jedoch nicht, und das Geld kommt automatisch zurück. « Der Kritik an der Tatsache, dass Banken nicht mehr zum Abgleich von Empfängername und Kontonummer verpflichtet sind, widerspricht sie: »Das gilt für Überweisungen am Automaten oder im Internet schon lange und wurde jetzt lediglich auf beleghafte Aufträge erweitert.« Kartenverlust Die Haftungsregeln bei Kartenmissbrauch haben sich ebenfalls geändert. Künftig ist die Selbstbeteiligung des Kunden auf 150 Euro vor der Sperrung der Karte beschränkt, danach haftet die Bank vollständig. Es sei denn, der Kunde hat sich grob fahrlässig verhalten. Die Verbraucherzentralen kritisieren diese Regelung, da Kunden auch ohne jedes Verschulden haftbar gemacht werden würden. »Bisher lag die Selbstbeteiligung des Kunden in diesem Fall bei zehn Prozent und konnte durchaus höher als 150 Euro ausfallen«, erwidert Kerstin Altendorf, die diese Kritik für unberechtigt hält. Einige Banken und Sparkassen haben in ihren AGBs auch festgehalten, dass sie den Schaden ihrer Kunden in diesem Fall komplett übernehmen. Hier gilt es, beim eigenen Kreditinstitut genau nachzufragen.

Sorgfaltspflichten der Kunden:

Die neuen Regeln schützen den Kunden jedoch weder vor Betrug, noch entbinden sie ihn von seinen Pflichten. Am Bankautomaten sollte man weiterhin wachsam sein, um nicht dem sogenannten Skimming (Auslesen des Magnetstreifens auf der Karte und Ausspähen der PIN) zum Opfer zu fallen.

Online-Banking:


Weit größere Gefahren lauern im Internet. Auf»Phishing« (Umleitung auf gefälschte Homepages der Banken via E-Mail) fallen dank guter Aufklärung immer weniger Online-Banking-Kunden herein. Trotzdem tritt es noch auf, und neue Betrugsmethoden etablieren sich parallel: von Trojanern über Echtzeitmanipulationen bis zum Knacken der SSL-Verschlüsselungen. »Je mehr Möglichkeiten es gibt, online Geldgeschäfte zu erledigen, desto höher ist auch die Missbrauchsrate«, weiß Jörn Franz vom hessischen Kommissariat für Internetkriminalität. »Früher wurden Banken überfallen, heute geht es bequemer vom PC aus.« Wenn Sie auf Ihrem Kontoauszug eine fremde Abbuchung entdecken, sollten Sie zunächst bei Ihrer Bank das Konto einfrieren lassen. Ist die spezielle Hotline nicht zur Hand, können Sie die zentrale Sperrnummer u6 116 wählen. Erstatten Sie anschließend bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt.

Vorsichtsmaßnahmen:

Sie müssen Ihre Sorgfaltspflichten als Kunde erfüllen — diese finden sich in den AGBs Ihrer Bank. Behalten Sie die Bewegungen auf Ihrem Konto weiterhin wachsam im Auge, um im Notfall schnell zu reagieren. Fazit Hundert Prozent Sicherheit gibt es nach wie vor nicht. Wer gewissenhaft agiert, bleibt jedoch vor großem Schaden bewahrt.

PS:Dieser Artikel wurde von der "Guter Rat" Zeitschrift zusammengefasst



 

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